Berufliche Rehabilitation - grundlegende Informationen


Eine Übersicht über die gesetzlichen Regelungen des Sozialgesetzbuches IX - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen - findet sich z.B. hier: SGB IX

Aus unserer Beratungspraxis

Berufsrehabilitative "Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben" aufgrund der Folgen einer psychischen Erkrankung werden idR entweder durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) oder einen der Rententräger (BfA, LVA) erbracht. Es muss in jedem Fall ein entsprechender Antrag gestellt werden.

Wer als Kostenträger zuständig ist, wird nach Antragstellung behördlich festgestellt. Bei eher geringen sozialversicherungspflichtigen Beitragszeiten wird vorrangig die BA (bei Bezug von ALG I) oder das Jobcenter (bei Bezug von ALG II) für die Gewährung von Leistungen in Frage kommen.

Ob Leistungen gewährt werden, hängt nicht davon ab, dass in der Vergangenheit bereits Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden. Wer zum Kreis der Anspruchsberechtigten gehört - behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen im erwerbsfähigen Alter (vgl. SGB IX) - kann im Prinzip entsprechende Leistungen erhalten. Die gesundheitlichen Voraussetzungen, die Notwendigkeit und Erfolgschancen beuflicher Rehabilitation werden idR durch den medizinischen und psychologischen Fachdienst des zuständigen Kostenträgers geklärt. Berichte und Befunde behandelnder Ärzte finden idR Berücksichtigung.

Sowohl zu wenig gravierend erscheinende Diagnosen als auch zu ausgeprägt erscheinende Beeinträchtigungen führen zur möglichen Ablehnung von Teilhabeleistungen. D.h. ein/e Rehabilitand/in muss einerseits fit genug ("schulungsfähig") erscheinen, andererseits muss erkennbar sein, dass ohne besondere Unterstützung eine Integration in das Arbeitsleben nicht möglich ist.

Als Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation kommen in Betracht: Rehavorbereitungslehrgänge, berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Umschulung oder betriebliches Training. Wenn Art oder Schwere der Vorerkrankung bzw. Behinderung dies erforderlich erscheinen lassen, wird die Maßnahme idR in einer spezialisierten Einrichtung - z.B einem Berufsförderungswerk - oder bei einem anerkannten "freien Träger" (wie z.B. SPEKTRUM GmbH) durchgeführt. Hier stehen idR besondere Unterstützungsangebote wie psychologische, sozialarbeiterische und ärztliche Betreuung kursbegleitend zur Verfügung.

Ziel einer berufsrehabiltativen Maßahme ist, die Erwerbsfähigkeit behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen entsprechend ihrer Leistunsfähigkeit zu erhalten, zu verbessern, herzustellen oder wiederherzustellen und ihre Teilhabe am Arbeitsleben möglichst auf Dauer zu sichern.

Die Agenturen für Arbeit und die Rententräger verfügen über spezielle Rehabilitations-Beratungsdienste (Reha-Stellen), an die Sie sich mit Fragen zur Antragstellung wenden können.

Jeweils am letzten Dienstag im Monat (nicht an Feiertagen und so genannten Brückentagen) findet bei der SPEKTRUM GmbH ab 15.00 Uhr eine offene Informationsveranstaltung statt, bei der Sie kostenlos ebenfalls weitere Informationen erhalten können.


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